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Spannungshaarausfall: Wenn die Kopfhaut unter Spannung steht

Spannungshaarausfall

Als Spannungshaarausfall, im Fachjargon auch Alopecia Contentionalis genannt, wird der Verlust des menschlichen Kopfhaars verstanden. Dieser ist vor allem in den Bereichen Stirn, Schläfe und Tonsur, dem sogenannten “Spannungsdreieck”, am deutlichsten ausgeprägt. Spannungshaarausfall bei Frauen macht sich meist durch eine Ausdünnung der Haare in den genannten Zonen sowie im Scheitelbereich bemerkbar.

So entspannen Sie Ihr Haar

Etwa 15 bis 20 Tropfen des Laduti Haarwuchsmittels verwenden und für etwa eine Minute mit kreisenden Bewegungen einmassieren. Eine Kopfmassage dient allerdings nur als unterstützende Therapiemaßnahme und sollte mit dem richtigen Pflegeverhalten und einer gesunden Ernährung einhergehen. Die Anwendung muss zudem regelmäßig durchgeführt werden.

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Das klassische Erklärungsmodell ist nicht ausreichend

Lange war ungeklärt, warum die absolute Mehrheit der Männer, beginnend mit typischen “Geheimratsecken” zwischen dem 20. und 25. Lebensjahr, an erblich bedingtem Haarausfall (androgenetische Alopezie) leidet. Die Annahme, das Androgen Dihydrotestosteron (DHT) sei ursächlich für das Absterben der Haarwurzeln, erweist sich aufgrund der Position der kahlen Stellen am Oberkopf als unzureichend. Die erhöhte Ausschüttung von Testosteron im Blut beziehungsweise eine Überempfindlichkeit der Haarfollikel gegenüber dem aus Testosteron gebildeten DHT hätte einen gleichmäßigen Haarverlust über den gesamten Schädel zur Folge. Selbiges gilt für den Erklärungsversuch, der arterielle Blutfluss sei maßgeblich für die Alopezie verantwortlich. Für eine ungenügende Erläuterung spricht zudem ein übermäßiger Haarwuchs an anderen Körperpartien, insbesondere an Rücken und Brust beim männlichen Geschlecht.

Ursachen und Symptome von Spannungshaarausfall

Die Zellteilungs- und Stoffwechselaktivität einer Haarmatrixzelle ist um ein Achtfaches höher als die normaler Hautzellen, um die Keratinbildung zum Aufbau der Haarsubstanz zu gewährleisten. Schwankungen innerhalb ihres lokalen Stoffwechselsystems aufgrund äußerer Störfaktoren sind daher keine Seltenheit.

Wodurch entsteht diese spezifische Form?

Den menschlichen Schädel umschließt ein System aus Muskelfasern, die im Normalfall erschlaffen oder sich zusammenziehen. Dieser muskuläre Vorgang ermöglicht beispielsweise die Verschiebung der Kopfhaut. Aufgrund von Stress, übermäßiger Konzentration oder immenser psychischer Belastung kann es jedoch aufgrund der Vernetzung der Muskeln mit der Kopfhaut zur Anspannung der oberflächlichen Schädelmuskulatur kommen. Eine Alopezie steht deshalb auch in Verbindung mit einer vermehrten Faltenbildung im Stirnbereich, dem Hervortreten der oberflächlichen Schläfenarterie sowie nächtlichem Zähneknirschen. In Extremfällen verspürt der Betroffene ein andauerndes Brennen und Kribbeln (Trichodynie).

Stoffwechselvorgänge und mechanische Einflussfaktoren bei Haarausfall

Filigrane Blutgefäße, die in direkter Form die Haarfollikel versorgen, werden abgedrückt und in ihrem Querschnitt reduziert. Es kommt nicht nur zu einer unzureichenden Sauerstoff-, Blut- sowie Nährstoffversorgung in den Kopfhaut-Arealen, sondern ebenso zu einem verminderten Abtransport der Stoffwechselprodukte. Das Abbauprodukt Dihydrotestosteron spielt dabei eine besondere Rolle, weshalb vorwiegend Männer an Haarausfall leiden. Wird es nicht rechtzeitig abtransportiert und reichert sich an den Rezeptoren der Follikel an, können diese schließlich degenerieren. Auf lange Sicht wird das Haar schütter, erhält eine strohige Konsistenz und fällt aus. Auch nachwachsendes Haar fällt entsprechend früher aus und büßt an Länge und Dicke ein.

Denselben Effekt erzielen exogene Einflussfaktoren wie das Tragen von engen Kopfbedeckungen, langes, schweres und im Nacken geflochtenes Haar, gutartige Zysten an der Haarwurzel (Atherome) oder eine zu stark gespannte Kopfhaut durch Gesichtslifting.

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Anzeichen für Spannungshaarausfall im Überblick

Die Symptome der angespannten Muskulatur des Schädels und des damit einhergehenden Haarausfalls im Einzelnen:

  • Unzureichende Sauerstoff-, Nährstoff- und Blutversorgung der Kopfhaut
  • Reduktion der Stoffwechselproduktentsorgung
  • Ausdünnung der nachwachsenden Haare
  • Vermehrte Faltenbildung im Stirnbereich
  • Hervortreten der Schläfenarterie
  • Nächtliches Zähneknirschen
  • Persistierendes Kopfhautbrennen

Therapien gegen Spannungshaarausfall

Innerhalb der Forschung gegen Haarausfall gab und gibt es mehr oder weniger erfolgversprechende Maßnahmen. In den 80er Jahren wurde die Kopfhaut noch operativ von der Muskulatur getrennt. Dieser Vorgang wird jedoch nicht mehr praktiziert.

Klassische Ansätze gegen Alopezie

Etablierte Ansätze zur Behebung von Haarausfall sind 5-a-Reduktase-Hemmer, Nahrungsergänzungsmittel, chirurgische oder kosmetische Verfahren sowie Durchblutungsförderung. Die Wirkung der unterschiedlichen Verfahren ist jedoch begrenzt, da diese nicht die Ursache der muskulären Verspannung der Haut bekämpfen. 5-a-Reduktase-Hemmer reduzieren den DHT-Pegel im Serum um etwa die Hälfte. Bei einer vorhandenen Tension ist jedoch eine begrenzte Wirkung festzustellen. Der Lösungsansatz kann auch keinesfalls die Versorgung der Follikel durch Vitamine, die Verpflanzung von Haarteilen oder das Tragen von Perücken sein. Die Anregung des Blutflusses der Kopfhaut durch entsprechende Medikation ist ebenso nicht ausreichend.

Zielorientierte Behandlungsformen

Eine zielgerichtete Therapie setzt entsprechend direkt an der Ursache der muskulären Verspannungen an. Ihr Bestreben besteht darin die Spannungen konsequent zu vermindern sowie eine optimale Sauerstoffsättigung zu erreichen. Das Entspannen der Kopfhaut soll zu einer normalisierten Durchblutung und dem Abtransport von DHT führen. Die Ordnung des natürlichen Stoffwechsels wird auf diese Weise wiederhergestellt und das Haarwachstum angeregt. Unterschiedlichste Verfahren zur Erreichung der konsequenten Muskelrelaxation sind dabei zielführend:

  • Ein Beispiel wäre die medikamentöse AC-Therapie durch Injektion eines peripher wirkenden Muskelrelaxans im Stirn-, Schläfen- und Hinterkopfbereich. Die erhöhte muskelentspannende Wirkung des Präparats sowie eine optimierte Blut-, Sauerstoff- und Nährstoffversorgung wurden in der Medizin bereits in verschiedenen Bereichen mit Erfolg nachgewiesen. So kann es nicht nur bei Spannungskopfschmerz und Migräne helfen, sondern auch um die Spastik nach einem Schlaganfall zu lockern. Das Verfahren gilt als schnell wirksam und setzt bereits nach einigen Tagen ein. Der Effekt hält etwa ein halbes Jahr an.
  • Die japanische AC-Therapie in Form eines pneumatischen Geräts ist ein weiteres Verfahren zur Behandlung von Spannungshaarausfall. Dabei trägt der Proband etwa zwei Stunden täglich einen sogenannten AC-Tension Reliever, der wie ein Stirnband um den Kopf gelegt wird. Mittels einer Handpumpe werden die zirkulär angeordneten Luftkissen aufgeblasen. Dieser Vorgang bewirkt eine sanfte Dehnung der Haut, wodurch sich die Hautspannung reduzieren soll. Ziel der Behandlung ist die Realisierung einer günstigeren Sauerstoff- sowie Blutversorgung.
  • Eine weitere Alternative stellt das sogenannte Bio-Feedback dar. Dabei messen Elektroden wie bei der typischen EMG-Messung direkt auf der Kopfhaut die Spannung der Muskulatur. Durch akustische und optische Signale erfährt der Patient, welche Muskelpartien angespannt sind. So sollen die betroffenen Areale gezielt entspannt werden. Patienten wird empfohlen ein tägliches Training von wenigstens zehn Minuten vorzunehmen.
  • Die natürlichste Form der Therapie stellen das autogene Training sowie Yoga dar. Mithilfe von Atem- und Entspannungsübungen zweimal täglich für mindestens 20 Minuten können erste Effekte eines verbesserten Haarwuchses festgestellt werden. Erste Effekte eines verbesserten Haarwuchses können allerdings erst nach einigen Monaten intensiven Entspannungstrainings festgestellt werden.
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Kopfmassage oder Haartransplantation bei Haarausfall?

Da Stress ein typischer Auslöser für Spannungshaarausfall ist, kann sich eine Massage der Kopfhaut durchaus positiv auf die Haarqualität auswirken und das Haarwachstum unterstützen. Doch wie sieht es mit der Transplantation von Kopfhaar aus?

Unterstützende Massagen

Eine sanfte Massage mit Ölen wirkt nicht nur entspannend, sondern regt auch die Durchblutung an. Beim Haarewaschen kann die Anwendung einfach und zeitsparend in den Alltag integriert werden. Die Verwendung einer Bürste oder eines Kamms als zusätzliches Tool zur Massage mit der Hand hilft abgestorbene Hautschuppen von der Kopfhaut zu entfernen. Naturborsten sind besser um das Haar mit essenziellen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen. Leidet der Betroffene zusätzlich an schnell fettender oder aber zu trockener Kopfhaut, kann die Massage ebenfalls helfen eine übermäßige oder zu geringe Talgproduktion zu vermindern bzw. anzuregen. Regelmäßige Bürstenmassagen verbessern die Atmungsaktivität der Kopfhaut.

Eigenhaartransplantation als Ausweg?

Eine Haartransplantation als Gegenmaßnahme von Spannungshaarausfall ist wenig erfolgversprechend. Die Haare würden aufgrund der Spannung der Kopfhautmuskulatur erneut ausfallen. Lediglich nach einer erfolgreichen Behandlung der Verspannungen und bei bereits abgestorbenen Follikeln verhilft die Haarverpflanzung zu einer gesteigerten Lebensqualität. Dabei werden Haare aus dem Hinterkopfbereich, dem Areal mit der geringsten Anspannung, entnommen.

Fazit

Die Bekämpfung von Haarausfall, insbesondere Spannungshaarausfall setzt ein hohes Maß an Selbstdisziplin voraus. Die Anwendungen sind meist zeitintensiv und belastend für die Betroffenen. Stress sollte unbedingt vermieden werden. Stressbewältigungsseminare helfen den Patienten mit unangenehmen Situationen und Druck besser klarzukommen. Mithilfe eines Psychotherapeuten können innerhalb einer Verhaltenstherapie Verhaltensmuster neu generiert werden.

Als unterstützende Maßnahme sind Massagen und die Verwendung von Ölen nie verkehrt. Damit der Blutfluss der Kopfhaut besser zirkulieren kann, helfen die Produkte von Laduti, die speziell auf Ihr Haar angepasst wurden. In Zusammenhang mit einer Umstellung Ihrer Ernährungs- und Alltagsgewohnheiten kann das wahre Wunder bewirken.

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FAQ – Fragen und Antworten

Was ist Spannungshaarausfall genau?

Spannungshaarausfall meint, wie bereits dem Begriff zu entnehmen ist, den Haarausfall aufgrund von Spannungen auf der Kopfhaut.

Wie untersucht der Facharzt Spannungshaarausfall?

Innerhalb des Hauptanwendungsbereichs Neurologie kann durch Elektromyographie (EMG) mittels Elektroden die elektrische Muskel-Aktivität gemessen werden. Dabei werden Klebeelektroden auf der Kopfhaut im oberen Schädeldrittel angebracht.

Wie erfolgt die Behandlung gegen Spannungshaarausfall?

Es gibt verschiedene Therapieansätze. Die Betroffenen können selbst mit Entspannungsübungen und Kopfhautmassagen Stress abbauen sowie die Durchblutung und Atmungsaktivität der Kopfhaut verbessern. Zudem gibt es medizinische Maßnahmen. Insbesondere die Verabreichung eines Muskelrelaxans soll dem Haarausfall entgegenwirken.

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